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KZ-Gedenkstätte
Neckarelz e. V.

Die Lamellen: Abgrenzung und Durchlässigkeit

Besucher. Wer den Schulhof betritt, nimmt als erstes den Lamellenzaun war, der das Erdgeschoss der Gedenkstätte umschließt. Er macht das Gebäude zum Fremd-Körper aus einer anderen Zeit, ähnelt er doch den Streifen des Häftlingsanzuges.

Gleichzeitig erinnern die in unterschiedlichen Stärke und Abständen angeordneten Lamellen an digitale Strichcodes von heute. Damit verweisen sie auf elektronische Totalerfassung - möglicher Ausgangspunkt moderner Grundrechtsverletzungen.

Wer den offenen Bereich der Gedenkstätte über die Rampe betritt und von innen nach außen blickt, schaut durch die Lamellen. Sie öffnen den Blick zur Schule, dem ehemaligen KZ, und vergittern ihn zugleich. Der Schulhof wird zum Appellplatz, das Schulgebäude zum größten Objekt der Ausstellung: die Grenzen zwischen Außen und Innen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart werden durchlässig.

Der von Architekt Andreas Maria Lang entworfene Lamellenzaun ist das prägende Element der neuen Gedenkstätte und gibt ihr ein unverwechselbares Gesicht.

Aktuell

Ab 26.01. jeden Sonntag von 14 - 17 Uhr geöffnet.

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