Jugendliche als "LotsInnen" in der KZ-Gedenkstätte

Rhetorik – Kurs „Sprechen vor Gruppen“ ist Teil der Ausbildung

30.01.2017

Die künftigen Jugendlotsen Luc, Jennifer und Marvin mit Michelle König und Thomas Altmeyer

Wie spreche ich eine Gruppe an? Wie erzähle ich so, dass man mir gerne zuhört? Wie kann ich eine schwierige Geschichte verständlich vermitteln? Wie gehe ich mit Aufregung um? – um solche Fragen geht es  beim Rhetorik - Baustein „Sprechen vor Gruppen“, der zur Ausbildung von Jugendlotsen an der KZ-Gedenkstätte Neckarelz gehört. Derzeit durchlaufen drei junge Leute vom Auguste-Pattberg-Gymnasium in Neckarelz diesen Kurs in Form einer AG. Angeleitet werden sie dabei von Thomas Altmeyer von der KZ-Gedenkstätte sowie Michelle König, Geschichtslehrerin am APG.
Natürlich befassen sich Jennifer, Luc und Marvin auch intensiv mit der Geschichte des KZ Neckarelz und vor allem den dort gefangenen Menschen: der Ankunft im Lager, der Einkleidung, der Arbeit, der spärlichen Ernährung, der erschöpfenden Arbeit in der unterirdischen Fabrik.
Die Zehntklässler haben sich freiwillig gemeldet, um später selbst Gruppen von Gleichaltrigen zu führen. Im neuen Schulhalbjahr soll es losgehen. Im Rhetorik - Seminar mit der Trainerin Gabi Wülk stellen sie eine Station der Ausstellung in der Gedenkstätte vor, die Kamera läuft mit. Bei der anschließenden Auswertung werden zwei Dinge klar: die jungen Leute machen ihre Sache gut – und was sie über das „Sprechen vor Gruppen“ gelernt haben, werden sie auch auf anderen Feldern gut gebrauchen können.