KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Basisinformationen

Öffnungszeiten 2016

Jeden Sonntag, 14.00 - 17.00 Uhr

zwischen So 31.01. und So 27.11.2016

Führungen für Gruppen sind - nach vorheriger Anmeldung - an allen Wochentagen und zu allen Tageszeiten möglich, auch im Dezember und Januar.

Eintrittspreise

Eintrittspreise
PreisErmäßigt*
Eintritt (Einzelpersonen)3,00 €1,00 €
Gruppeneintritt pro Person (ab 7 Personen)2,00 €1,00 €
Führungen pro Gruppe (zzgl. Gruppeneintritt pro Person)20,00 €10,00 €

*) Ermäßigte Eintrittspreise gelten für Vereinsmitglieder, Schüler, Studenten und Auszubildende. Die Vorlage eines entsprechenden Nachweises kann verlangt werden.

Sie möchten uns mit einer Gruppe besuchen?

Ob Schulklasse, Jugendgruppe, Verein oder sonstige Gruppe - wir begrüßen Sie gerne als Gäste und Besucher. Alle wichtigen Informationen für Gruppenbesuche haben wir auf einer extra Seite für Sie zusammengestellt.

Lernort auf dem Schulgelände

Im März 1944 wurde die Volksschule des Dorfes Neckarelz zum Konzentrationslager Neckarelz I umgewandelt. Zwölf Monate diente die Schule als KZ, nach dem Krieg wurde sie wieder Schule: die heutige Clemens-Brentano-Grundschule. Ein Menschenalter später, im Oktober 2011, eröffnete der Verein KZ-Gedenkstätte Neckarelz auf dem Schulgelände die neue Gedenkstätte. Sie liegt dem Gebäude der Grundschule direkt gegenüber und hat die „alte“ Gedenkstätte aus dem Jahr 1998 abgelöst. Neckarelz ist heute ein Stadtteil der großen Kreisstadt Mosbach.

Die Dauerausstellung der Gedenkstätte erzählt, zusammen mit dem Geschichtslehrpfad „Goldfisch“ in Obrigheim, die Geschichte der sechs sogenannten „Neckarlager“: Neckarelz I (Schule) und Neckarelz II, Neckargerach, Asbach, Neckarbischofsheim und Bad Rappenau. Diese KZ-Lager waren allesamt Außenkommandos des Stammlagers Natzweiler-Struthof (Vogesen). Sie entstanden im Lauf des Jahres 1944 rund um eine unterirdische Rüstungsfabrik mit dem Tarnnamen „Goldfisch“.

Das Gebäude

Das Gebäude der Gedenkstätte fällt durch seine Architektur auf. Wer den Schulhof betritt, nimmt sofort das langgestreckte Gebäude mit seinem Vorhang aus langsam dunkler werdenden Holzbalken oder Lamellen wahr. Sie ähneln den Streifen eines Häftlingsanzuges, aber auch einem digitalen Strichcode der Moderne – als heutigem Zeichen einer totalen Erfassung. Wenn die Sonne scheint, fallen die Schatten der Balken nach innen und zeichnen den Boden mit einem Streifenmuster.

Der vom Architekten Andreas Maria Lang entworfene Lamellenvorhang ist das prägende Element der neuen Gedenkstätte und gibt ihr ein unverwechselbares Gesicht.


Die Ausstellung

Von innen gesehen öffnen die Balken den Blick auf die Schule, die früher KZ war, und auf den ehemaligen Appellplatz/Schulhof. Gleichzeitig erscheint die Welt vergittert: die Grenzen zwischen Außen und Innen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart werden durchlässig. Das hilft dem Betrachter bei der Zeitreise ins Jahr 1944/45, die der Besuch der Gedenkstätte mit sich bringt.

Der Innenbereich der Gedenkstätte gliedert sich in vier Räume. Jeder hat sein eigenes Thema und erzählt die Geschichte unter einem anderen Blickwinkel: