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Luthers Antijudaismus und seine Folgen - ein Weg durch die Jahrhunderte

Montag, 01. Mai 2017

09:00 - Start am Synagogenplatz Mosbach + Wanderung mit vier Nach - Denk - Stationen + Dauer bis ca. 15 Uhr

Achtung: der nachfolgende Text gibt den Organisationsstand vom 4. 1. 2017 wieder - Änderungen sind noch möglich! Die Wanderung findet in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Dekanat Mosbach statt. Die Leitung haben Richard Lallathin und Dorothee Roos.

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ Dieses Goethewort, eigentlich gemünzt auf Götz von Berlichingen, trifft auch auf Martin Luther zu. Zu den Schattenseiten des Reformators gehört, dass er im Lauf seines Lebens den Juden gegenüber zunehmend unduldsamer wurde – bis hin zur Aufforderung, Synagogen zu verbrennen und Juden Zwangsarbeit aufzuerlegen. Dies hatte tragische Folgen bis ins 20. Jahrhundert – Antijudaisten und Antisemiten konnten sich stets auf Luther berufen.  

Auf dem Stationenweg geht es zunächst um  Luthers Haltung zu den Juden und ihre Hintergründe, dann um  zwei weitere wichtige „Theologen des Antisemitismus“. Nach dem Besuch des Mahnmals in Neckarzimmern soll diskutiert werden, ob aus dieser Entwicklung Lehren für die Gegenwart (neue rassistische und völkische Tendenzen, Anti-Islamismus) gezogen werden können. 

1. Station: Synagogenplatz Mosbach. Martin Luther, Reformator (1483 – 1546)
2. Station: Neckartalkaserne.  Johann Andreas Eisenmenger, Professor in Heidelberg (1654-1704)
3. Station: Luttenbachtal. Adolf Stöcker, Hofprediger und Politiker in Berlin (1835 – 1909)
4. Station: Mahnmal Neckarzimmern. Die Deportation der Juden aus 137 Gemeinden Badens im Jahr 1940

 Anschließend Vesper-Rundgespräch in der Grillhütte beim Mahnmal. Bitte etwas Verpflegung mitbringen, Getränke sind vor Ort.
Gemeinsame Rückfahrt mit der Stadtbahn nach Mosbach (14.02 oder 15.02)

 Bei schlechtem Wetter:
9.00 Treffen Synagogenplatz, anschließend gemeinsame Fahrt nach Neckarzimmern mit der Stadtbahn. Wanderung zum  Gelände des Mahnmals (ca. 25 Minuten), Informationen und Diskussion  in der Grillhütte, anschließend Besuch des Mahnmals und Mittagsvesper, Rückfahrt mit der Stadtbahn.