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"Die unheilvolle Narbe" oder: Auschwitz konnte überall sein

Montag, 24. Januar 2022

22:00 - Bayerischer Rundfunk - oder jederzeit in der BR-Mediathek

Rita Prigmore (links) und ihre Mutter Theresia Winterstein. Foto: BR

Noch hat die Corona-Pandemie das öffentliche Leben fest im Griff. Deshalb wird es dieses Jahr in der KZ-Gedenkstätte keine Veranstaltung zum 27. Januar,  dem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus,  geben. Stattdessen laden wir dazu ein, einen Film anzuschauen, der am 24. Januar um 22:00 Uhr im Bayerischen Fernsehen gezeigt wird – er  steht außerdem in der Mediathek des BR jederzeit zur Verfügung, den Link finden Sie hier.

Obwohl  der Film ihn nicht erwähnt,  gibt es einen deutlichen Mosbach-Bezug – die Bilder zeigen das unmissverständlich. Worum geht es?
Die Sinteza Rita Prigmore wird am 3. März 1943 in Würzburg geboren, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Rolanda. Ihre Mutter, die Tänzerin und Sängerin Theresia Winterstein, muss die beiden Neugeborenen einem Arzt ausliefern, der an ihnen medizinische Experimente durchführt. Dies geschieht nicht etwa in Auschwitz, sondern in der Universitätsklinik  Würzburg –  der Arzt ist mit dem KZ-Arzt Josef Mengele befreundet.
Rolanda stirbt an den Experimenten, Rita wird von ihrer Mutter unter dramatischen Umständen gerettet. Doch sie behält eine Narbe zurück, im ganz wörtlichen Sinn, als Folge der auch an ihr durchgeführten „Behandlung“, die ihre Augenfarbe ändern sollte.
Auch im übertragenen Sinn bleibt ihr die Narbe ein ganzes Leben, wie sie im Film eindrucksvoll schildert. Als Kind von der traumatisierten Mutter überbehütet, nabelt sich Rita dennoch ab und heiratet einen amerikanischen Soldaten. Sie beginnt in den USA ein neues Leben – und doch verbindet sie die Narbe für immer mit dem Schicksal der verfolgten Minderheit der Sinti in Deutschland. Später wird sie gemeinsam mit ihrer Mutter um die Opfer-Anerkennung und um eine Rente kämpfen …
Als Theresia Seible geborene Winterstein 2007 stirbt, wird sie auf dem Mosbacher Friedhof begraben. Rita Prigmore pflegt bis heute das Grab.

Wer den Film angeschaut hat, kann anschließend unter vorstand(at)kz-denk-neckarelz.de Fragen oder Kommentare an die KZ-Gedenkstätte senden. Aller Voraussicht nach wird Rita Prigmore im Jahr 2022  zu einer Veranstaltung nach Mosbach kommen – einen Termin dafür gibt es aus den bekannten Gründen noch nicht.
 

Die KZ-Gedenkstätte ist ab Sonntag, dem 30. Januar 2022 wieder geöffnet

Sonntag, 30. Januar 2022

14:00 - KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Nach der Winterpause ist die Gedenkstätte ab 30. Januar wieder jeden Sonntag von 14:00 bis 17:00 geöffnet.

Der Zutritt richtet sich nach den Corona-Warnstufen.

Da unsere Homepage derzeit überarbeitet wird, können wir keine tagesaktuelle Auskunft darüber geben, was gerade gilt. Sie finden aber hier eine übersichtliche Zusammenfassung. Die Gedenkstätte gehört zum Lebensbereich "Kultureinrichtungen".
Bitte tragen Sie eine FFP2-Maske - wir tun es auch. Und: nehmen Sie die Regelungen mit Gelassenheit ...

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Neue Lotsinnen für Sonntags-Aufsicht in der Gedenkstätte gesucht

Sonntag, 30. Januar 2022

14:00 - KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Ab Sonntag, 30. Januar 2022 öffnet die KZ-Gedenkstätte Neckarelz nach der Winterpause wieder jeden Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr ihre Türen für Besucher. Für deren Betreuung werden neue ehrenamtliche LotsInnen gesucht.

Wie dieses Wort zeigt, handelt es sich um mehr als eine reine Aufsichtstätigkeit. Viele Menschen, die als Besuchende in die Gedenkstätte kommen, brauchen Hinweise und Tipps, haben Fragen zur Ausstellung oder suchen das Gespräch.

Trotzdem werden für die Tätigkeit keine besonderen Vorkenntnisse erwartet. Wichtige Voraussetzungen sind aber Interesse an Geschichte, insbesondere an der Geschichte des Nationalsozialismus, außerdem Freude am Umgang mit Menschen – und eben auch freie Zeit an einigen Sonntagnachmittagen im Jahr.

Wer Interesse hat, ist eingeladen, im Januar/Februar sonntags bei erfahrenen Lotsen hier in der Gedenkstätte zu „schnuppern“ - und sich dabei mit der Ausstellung in den verschiedenen Räumen schon ein wenig vertraut zu machen.  In diesem Fall wird selbstverständlich kein Eintritt verlangt. Anschließend kann man die Adresse hinterlassen und wird dann nach Absprache zu einem Lotsenseminar eingeladen. Dieses findet, abhängig von der Corona-Lage, irgendwann wochenends im Frühjahr an zwei Halbtagen  statt. Dort werden auch schriftliche Materialien zu Nachlesen ausgegeben. Außerdem erhalten LotsInnen auf Wunsch persönliche Beratung und werden einmal im Jahr zum Erfahrungsaustausch eingeladen.

Interessierte können sich gerne auch direkt per E-Mail bei der Gedenkstätte melden.