Neue GedenkstättenlotsInnen gesucht!

Sonntag, 22. April 2018

14:00 - 18:00 Uhr, Seminarraum im Untergeschoss

Haben Sie Interesse an Geschichte, speziell an der Geschichte der NS-Zeit und den Umgang mit dieser Geschichte nach 1945? Wollen Sie anderen vermitteln, welche Bedeutung das KZ Neckarelz und die anderen Neckarlager hatten und so einem Vergessen der Geschichte entgegenwirken?

Die KZ-Gedenkstätte Neckarelz sucht Menschen, die die ehrenamtliche Erinnerungsarbeit unterstützen und gelegentlich an einem Sonntagnachmittag als LotsIn den Museumsbesuchern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Interessante Begegnungen sind dabei garantiert …

Voraussetzung für die Tätigkeit ist der Besuch eines Lotsenseminars und die Bereitschaft, sich danach noch in Eigeninitiative etwas intensiver mit der Ausstellung zu beschäftigen. Das nächste Seminar findet am Sonntag, dem 22. April 2018 von 14 bis 18 Uhr im Seminarraum der Gedenkstätte (Mosbacher Straße 39, Untergeschoss) statt.
Die Teilnehmer bekommen grundlegende Informationen zur Geschichte der Firma „Goldfisch“ und der KZ-Lager am Neckar; anschließend werden sie mit den Inhalten und Ideen der Ausstellung in der Gedenkstätte vertraut gemacht. Am Ende des Nachmittags stehen technische Informationen zum Haus und organisatorische Fragen. Selbstverständlich erhalten die künftigen Lotsen auch Materialien zum Nachlesen zu Hause.

Wir bitten um Anmeldungen zum Lotsenseminar per eMail: paedagogik(at)kz-denk-neckarelz.de oder per Telefon: 06261-670653  (Anrufbeantworter) bis zum 19. April 2018 

Lehrerfortbildung: Die KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Mittwoch, 16. Mai 2018

09:00 - 16:00 Uhr, Seminarraum im Untergeschoss

Lehrkräften aller Schularten soll die Möglichkeit gegeben werden, die Gedenkstätte als außerschulischen Lernort für historisches, ethisches und politisches Lernen kennenzulernen. Insbesondere können sie erfahren, wie sie dort mit Klassen handlungsorientiert arbeiten können. Ziel ist es auch, Kontakte zwischen Schulen und Gedenkstätte als Kooperationspartner herzustellen bzw. zu vertiefen.

Zielgruppe: Lehrerinnen der Fächer Geschichte/ Politik,  Gemeinschaftskunde, Religion/Ethik

Schularten: VS, GS, HS, WRS, RS, SoS, GY, GMS, BS

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Buchvorstellung "Goldfisch 1944 - 1974"

Donnerstag, 07. Juni 2018

18:00 - Aula des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in Mosbach-Neckarelz

"Verlagert - demontiert - ausgeschlachtet: Goldfisch 1944 - 1974. Vom NS-Rüstungsbetrieb zur Maschinenfabrik Diedesheim". So lautet der ausführliche Titel des Buches, welches der Neckar-Odenwald-Kreis im Sommer 2018 in der Schriftenreihe des Kreisarchivs veröffentlicht.
Der Autor Tobias Markowitsch, der bereits 2005 zusammen mit Kattrin Zwick das Standardwerk "Goldfisch und Zebra" verfasst hat (2. Auflage 2011), erweitert im neuen Buch den zeitlichen Rahmen erheblich. Das Werk ist die Buchfassung seiner Dissertation, die er im Dezember 2017 an der Universität Heidelberg verteidigt hat.
Tobias Markowitsch schließt damit eine Forschungslücke. Denn es geht nicht bloß um die Verlagerung des Daimler-Motorenwerks Genshagen nach Obrigheim (Tarnname "Goldfisch"), sondern vor allem um das Danach: die Demontage und das weitere Schicksal der Maschinen. Im Zuge des sich entwickelnden Kalten Krieges und des Wiederaufbaus in der Bundesrepublik spiegelt sich abermals die "Große Geschichte" in der Lokalgeschichte. Denn die Maschinen von "Goldfisch" wurden der Sowjetunion zugesprochen, damit hatten die amerikanischen Besatzungsbehörden in Mosbach sowie die Ministerien des neu gegründeten Landes Württemberg-Baden viel Mühe. Dr. Georg Wolfgang Reinhardt, kaufmännischer Leiter von "Goldfisch" und späterer Gründer der Maschinenfabrik Diedesheim, war die zentrale Figur in diesem Spiel. Spannende Lektüre ist somit garantiert.   

Natzweiler: Spuren/Traces

Dienstag, 12. Juni 2018

17:30 - 4. Juli 17 Uhr im Haus der Wirtschft Stuttgart

Schulkunstprojekt "Was bleibt?" im Ganztagesgymnasium Osterburken - auch Werke aus diesem Projekt gehen in die Ausstellung in Stuttgart ein.

Das gründerzeitliche "Haus der Wirtschaft" in Stuttgart mit seinen riesigen Räumen bildet den Rahmen für eine Ausstellung unter dem Titel "Spuren/Traces", die ganz verschiedene Blicke auf den KZ-Komplex Natzweiler ermöglicht. Organisiert wird die Ausstellung von der im Wirtschaftsministerium angesiedelten Denkmalpflege Baden-Württemberg, die den Antrag zum Kulturerbe-Siegel begleitet hat.
Zu sehen sind vier verschiedene Elemente:

1. Sechs großformatige Gemälde des Kunstprojekts "Fraternité/Brüderlichkeit". Sie wurden im April 2018 von deutsch-französichen Künstler-Tandems geschaffen, das Motto ist vom Text der "Ode an die Freude" von Friedrich Schiller abgeleitet, die zur Europa-Hymne geworden ist.  6 werden in Stuttgart, 10 im Centre Européen du Résistant Déporté ausgestellt. Anschließend wandern die werbeplakatgroßen Originale zu den Gedenkstätten der Außenlager.

2. Künstlerische Arbeiten von Schülerinnen aus 13 Schulen beiderseits des Rheins, die beim Projekt "Was bleibt? Ein Kunstprojekt zur Erinnerung/Que reste.t.il? Art et Mémoire" in den Gedenkstätten der Außenlager  entstanden sind, angeleitet von den Künstlerinnen von "Fraternité". Sie treten mit der "großen Kunst" in Dialog.

3. Die 26 Ausstellungstafeln mit Fotos zum Thema  "Das KZ Natzweiler und seine Außenlager", die im Herbst 2017 über 150 junge Leute aus 15 Schulen in Deutschland und Frankreich in Bewegung gesetzt hat. Sie machten sich auf, um Überreste von KZ-Außenlagern oder Industrienanlagen "vor der Haustür einzufangen, mit subjektiver Kamera, die eine persönliche Sicht auf die Geschichte ermöglicht.

4. Informationstafeln und Medienwürfel zur denkmalpflegerischen und gegenwartsarchäologischen Annäherung an die ehemaligen Lager-Standorte. 

Die Ausstellung ist nach der Eröffnungsveranstaltung am Abend des 12. Juni ab 13. Juni bis 4. Juli 2018 wochentags von 11:00 bis 18:00 geöffnet, an Wochenenden und feiertags geschlossen.
 

Zur Gedenkstätte Natzweiler und zum Musée Oberlin

Sonntag, 29. Juli 2018

07:30 - ca. 21:00

Die "Steinerne Flamme", Wahrzeichen der Gedenkstätte Natzweiler

Die Exkursion bietet im ersten Teil „Gedenkstätte des Hauptlager Natzweiler/CERD“ eine Mischung aus normaler Besichtigung und praktischer Fortbildung für pädagogisch Tätige. Die Teilnehmer kön­nen eine angeleitete Selbst-Erkundung des Lagergeländes auspro­bieren, wie man sie mit Jugendlichen durchführen könnte. Neben historischen Informationen spielt auch die atmosphärische Wirkung des Ortes eine Rolle. 
 Im Außengelände sind zudem die 10 Riesen-Gemälde des französisch-deutschen Kunstprojekts „Brüderlichkeit/Fraternité“ zu sehen.

Das nur 20 km entfernte Musée Oberlin dokumentiert das Wirken des Pfarrers Johann Friedrich Ober­lin (1740 – 1826). Oberlin verbesserte im bitterarmen Steintal (Ban de la Roche) die landwirtschaftlichen Methoden, baute zusammen mit den Bauern Brücken und Straßen und gründete Kleinkinderschulen sowie eine Leih- und Kreditanstalt.
Literarische Berühmtheit erlangte er durch die kurzzeitige Betreuung des verstörten Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz, die Georg Büchner in einer Novelle schildert.

  7.30              Abfahrt Messplatz Neckarelz
10.00              Halt am Bahnhof Rothau (Menschenrechtsgarten)
ab 10.30          Stationenweg und Erkundung des Lagergeländes
13.00-14.00     Mittagspause (mitgebrachtes Vesper)
14.00-15.00     Reflexion des Vormittags oder weitere Besichtigung
ab 15.30          Musée Oberlin mit Garten und Kinderhaus
17.30              Rückfahrt, Ankunft ca. 21.00

Kosten ca. 25 - 30 Euro/Person, enthalten Fahrt und Eintritte.
Anmeldung erforderlich, die TN-Zahl ist auf 18 Personen begrenzt.