"Die AfD und die soziale Frage"

Wednesday, 29. November 2017

19:30 - ver.di-Bildungszentrum Mosbach, Am Wasserturm 1-3

Die Wahlerfolge und die wachsende Verankerung der AfD in der politischen Landschaft Deutschlands führen zu kontroversen Debatten darüber, wie der Rechtspartei im Feld der „sozialen Frage“ zu begegnen sei. Während einige Analysen die AfD vor allem als neoliberal und damit unsozial darstellen, legen andere den Schwerpunkt auf die teils antikapitalistische Rhetorik einiger Parteifunktionäre -  und warnen vor der gefährlichen Kombination aus rassistischer Hetze und sozialer Demagogie.Mehr Klarheit könnte ein Vortrag von Stefan Dietl bringen, der unter dem Titel „Die AfD und die soziale Frage“ am Mittwoch, dem 29. November um 19.30 im ver.di-Bildungszenrum auf dem Mosbacher Bergfeld (Am Wasserturm 1-3)stattfindet. Er wird von der Initiative „Mosbach gegen Rechts“ veranstaltet. . Dietl, linker Gewerkschafter und ehrenamtliches Mitglied im ver.di-Vorstand in Bayern, hat in einem vor wenigen Monaten erschienenen Buch die sozialpolitische Ausrichtung der AfD untersucht. Als Basis dienten ihm dabei das im Mai 2016 verabschiedete Grundsatzprogramm und die vorher abgelaufenen  Debatten zwischen den verschiedenen Flügeln der Partei. Dabei zeigten sich sowohl marktradikale Positionen wie auch Forderungen, die auf einem altbekannten „völkischen Antikapitalismus“ aufruhen. Neben der Darstellung der aktuellen sozial- und wirtschaftspolitischen Programmatik der AfD  wird  Dietl auch analysieren, wie die Gewerkschaften sich in den letzten Jahren sozialpolitisch verhalten haben. Bislang hatten sie der AfD wenig entgegenzusetzen -  Dietl zeigt Wege auf, wie das geändert werden könnte. 

Die Gedenkstätte ist im Dezember 2017 und bis einschließlich 21. Januar 2018 geschlossen

Sunday, 26. November 2017

17:00 - KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Der letzte Öffnungstag der Gedenkstätte im Jahr 2017 ist der 26. November (Totensonntag). An diesem Tag können Sie unser Haus noch einmal zwischen 14 bis 17 Uhr besuchen.   
Im Dezember 2017 und an den ersten drei Sonntagen im Januar 2018 ist sonntags geschlossen, Gruppen werden während dieser Zeit nach voriger Anmeldung jedoch jederzeit gerne empfangen. 
Ab dem 28. Januar steht die Gedenkstätte das ganze Jahr 2018 über wieder jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr den Besucherinnen offen, Gruppen können sich für alle Tage und Tageszeiten anmelden.
 

Eröffnung der "Dezember-Ausstellung" Mosbach

Friday, 08. December 2017

18:00 - Unterer Rathaussaal Mosbach

Am Wochenende des Dritten Advent ist es wieder so weit: historisch arbeitende Vereine, Institutionen und Initiativen aus der Großen Kreisstadt Mosbach öffnen Fenster zu ihrer Arbeit. Den Rahmen dazu bildet die "Dezemberausstellung" im Mosbacher Rathaussaal, initiiert vom Stadtmuseum. Die Palette reicht dabei von der riesengroßen Modelleisenbahn mit Links zur Eisenbahngeschichte über Archive, Museen, Heimatvereine, Briefmarken- und Münzsammlungen bis zu künstlerischen Werken.
Die Ausstellung wird am Freitag, dem 8. Dezember um 18 Uhr eröffnet; am Samstag, dem 9. und Sonntag dem 10. Dezember steht sie Besucherinnen von 9 bis 20 Uhr offen.
Die KZ-Gedenkstätte wird heuer bei ihrem Ausstellungsteil die Lebensgeschichte von Attilio Iori zum Thema machen; er gehörte zur weitgehend unbekannten NS-Opfergruppe der Italienischen Militärinternierten (IMIs).
Attilio Iori wurde 1943 von der deutschen Wehrmacht zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, er arbeitete unter harten Bedingungen im Daimler-Benz-Werk Genshagen und später im Rahmen des Verlagerungsprojekts "Goldfisch" in Obrigheim. Von August 1944 bis März 1945 war er zusammen mit weiteren Schicksalgenossen in der alten Wilhelm-Stern-Schule in Mosbach untergebracht.
Während seiner 598 Tage dauernden Gefangenschaft schrieb Iori ein Tagebuch, es wurde von der KZ-Gedenkstätte Neckarelz in einer zweisprachigen Ausgabe veröffentlicht und mit Hintergrund-Texten versehen. Das Buch wurde 2016 in Deutschland, 2017 in Italien vorgestellt; es wird in der Ausstellung auch erhältlich sein.