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Das KZ-Nebenlager Neckarbischofsheim: Errichtung - Belegung - Geschichte(n)

mercredi, 23. octobre 2019

19:30 - Realschule Waibstadt

Maurice Voutey (1925 - 2012), Mitglied der Résistance, war als Häftling im Lager Neckarbischofsheim und hat darüber geschrieben. Foto: KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Vor 75 Jahren, im September 1944, begannen in der Nähe des Bahnhofs Neckarbischofsheim Nord Arbeiten zur Errichtung eines Lagers. Dort sollten Arbeiter der Rüstungsfabrik "Goldfisch" untergebracht werden, die seit dem Sommer 1944 in die Region strömten. Sie kamen vom Daimler-Werk Genshagen bei Berlin, das ja zu großen Teilen in die Obrigheimer Gipsstollen verlegt wurde.
Die Bauarbeiten für das Lager Neckarbischofsheim, das weitgehend auf Waibstadter Gemarkung lag, wurden von KZ-Häftlingen der Neckarlager ausgeführt. Zunächst pendelten diese täglich zwischen Neckarelz und Neckarbischofsheim hin und her;  als die ersten Baracken halbwegs fertig waren, blieben sie vor Ort. Damit entwickelte sich in Neckarbischofsheim bzw. Waibstadt allmählich ein kleines Nebenlager der KZ-Außenlager im Elzmündungsraum, in dem zwischen 80 und 150 KZ-Häfltinge dauernd lebten. Die Sammelunterkünfte für die Daimler-Belegschaft wurden hingegen nie vollendet. .
Arno Huth wird in seinem Vortrag den Gesamtzusammenhang umreißen, dann das Lager in seinen Besonderheiten vorstellen sowie Lebengeschichten von Häftlingen aus verschiedenen Nationen  präsentieren, die in Neckarbischofsheim arbeiten mussten.
Der Vortrag findet in Kooperation mit der Realschule Waibstadt (Projektgruppe "Judentum im Kraichgau) sowie dem Verein "Jüdisches Kulturerbe im Kraichgau" statt.

Gedenken an die Pogromnacht in Mosbach

dimanche, 10. novembre 2019

18:00 - Synagogenplatz Mosbach

Verbrennung der Kultgegenstände aus der Synagoge. Zahlreiche Schülerinnen mussten dabei zuschauen.

In den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 setzten SA-Männer die Mosbacher Synagoge in Brand. Zuvor war sie ausgeräumt und die Kultgegenstände auf dem Mosbacher Marktplatz zu einer Art Scheiterhaufen aufgeschichtet worden. Als er angezündet wurde, war es schon heller Tag; ein großer Kreis von Schaulustigen und SchülerInnen aus den nahe gelegenen Schulen umringte das Feuer. Dies war, wie überall in Deutschland, ein neuer Höhepunkt in der fortschreitenden Ausgrenzung und Bedrohung der jüdischen Bürger.
Jedes Jahr am Abend des 10. November gedenkt die Stadt Mosbach dieses dunklen Kapitels der Stadtgeschichte. Die Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung wechselt zwischen verschiedenen Akteuren; im Jahr 2019 sind die Schulen für die Gestaltung verantwortlich.Sie wollen das Schicksal der jüdischen Kinder und Jugendlichen an Mosbacher Schulen in den Mittelpunkt rücken.