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Zur Gedenkstätte Natzweiler und zum Musée Oberlin

Sonntag, 29. Juli 2018

07:30 - ca. 21:00

Der Garten des Musée Oberlin in Waldersbach. Foto: Ji-Elle, Wiki Commons

Die Exkursion bietet im ersten Teil „Gedenkstätte des Hauptlager Natzweiler/CERD“ eine Mischung aus normaler Besichtigung und praktischer Fortbildung für pädagogisch Tätige. Die Teilnehmer kön­nen eine angeleitete Selbst-Erkundung des Lagergeländes auspro­bieren, wie man sie mit Jugendlichen durchführen könnte. Neben historischen Informationen spielt auch die atmosphärische Wirkung des Ortes eine Rolle. 
 Im Außengelände sind zudem die 10 Riesen-Gemälde des französisch-deutschen Kunstprojekts „Brüderlichkeit/Fraternité“ zu sehen.

Das nur 20 km entfernte Musée Oberlin dokumentiert das Wirken des Pfarrers Johann Friedrich Ober­lin (1740 – 1826). Oberlin verbesserte im bitterarmen Steintal (Ban de la Roche) die landwirtschaftlichen Methoden, baute zusammen mit den Bauern Brücken und Straßen und gründete Kleinkinderschulen sowie eine Leih- und Kreditanstalt.
Literarische Berühmtheit erlangte er durch die kurzzeitige Betreuung des verstörten Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz, die Georg Büchner in einer Novelle schildert.
Das spannende Museum spricht Erwachsene und Kinder gleichermaßen an und besitzt einen hübschen Garten mit Heilkräutern und Pflanzen der Vogesen - ein Besuch lohnt sich.

  7.30              Abfahrt Messplatz Neckarelz
10.00              Halt am Bahnhof Rothau (Menschenrechtsgarten)
ab 10.30          Stationenweg und Erkundung des Lagergeländes
13.00-14.00     Mittagspause (mitgebrachtes Vesper)
14.00-15.00     Reflexion des Vormittags oder weitere Besichtigung
ab 15.30          Musée Oberlin mit Garten und Kinderhaus
17.30              Rückfahrt, Ankunft ca. 21.00

Kosten ca. 25 - 30 Euro/Person, enthalten Fahrt und Eintritte.
Anmeldung erforderlich, die TN-Zahl ist auf 18 Personen begrenzt.

Spätsommer-Wanderung auf dem Geschichtslehrpfad "GOLDFISCH"

Sonntag, 26. August 2018

15:00 - Treffpunkt ab 14.45 an der Bushaltestelle "Gardinenfabrik Obrigheim"

Ein Treppenweg mit 100 Stufen bildet das Herzstück des Geschichtslehrpfades

Wie jedes Jahr lädt der Verein KZ-Gedenkstätte auch 2018 zu einer geführten Spätsommerwanderung auf dem Geschichtslehrpfad GOLDFISCH ein. Der Pfad verbindet die oberirdischen Reste der unterirdischen Rüstungsfabrik; er verläuft zum großen Teil im Schatten. Die Gipsgrube Obrigheim selbst kann dabei nicht betreten werden.

Treffpunkt ist am Sonntag, dem 26. August ab 14.45 Uhr an der Bushaltestelle „Gardinenfabrik Obrigheim“ an der Straße von Obrigheim nach Hochhausen. Parkmöglichkeiten gibt es im Industriegebiet Obrigheim an der Neckarstraße. Der Pfad ist als Rundweg mit zwei Stichwegen angelegt, er umfasst 10 Station und ist 2,5 km lang.  Um ca. 17 Uhr kehrt man an den Ausgangspunkt zurück. Auch bei sommerlichen Temperaturen wird festes Schuhwerk empfohlen, ein Anmeldung ist nicht notwendig. Bei starkem Regen fällt die Wanderung aus; die Leitung hat Hans Peter Haas. 

"Brüderlichkeit" und "Was bleibt?" - Kunst als Medium der Erinnerung

Sonntag, 23. September 2018

14:00 - Schulhof der Clemens-Brentano-Grundschule

Am Sonntag, dem 23. September lädt die KZ-Gedenkstätte Neckarelz von 14 bis 17 Uhr zum Kunst-Fest in den Schulhof der Clemens-Brentano-Grundschule in Neckarelz.  Ausgestellt und eingeweiht werden dort um 15 Uhr 20 Kunstwerke von Format: nämlich ein Riesenwerk von Harald Gruber (Karlsruhe/Dessau) und Harald Latuner (Mulhouse) sowie 19 Werke von SchülerInnen des Ganztagsgymnasiums Osterburken, die alle genau 1 m² groß sind – und dies mit Grund.
Entstanden sind beide im Rahmen eines groß angelegten Kunstprojekts zum Kulturerbejahr 2018.
32 KünstlerInnen aus Frankreich und Deutschland malten in national gemischten Tandems 16 Bilder. Vorgegeben waren  das Format - 3,60 auf 2,60 m - und das Motto: "FRATERNITÉ/BRÜDERLICHKEIT". Den dunklen Hintergrund dazu bildete die Geschichte des Konzentrationslagers Natzweiler und seiner Außenlager auf beiden Seiten des Rheines. Das Motto hat eine große Spannweite: es führt von einer Forderung der Französischen Revolution über die schwierige und stets bedrohte Brüderlichkeit unter den KZ-Häftlingen in die komplizierte Realität des heutigen Europa.
Anreger/Auftraggeber waren die Gedenkstätten, die heute ein grenzübergreifendes Netzwerk der Erinnerungskultur bilden. Dieses Netzwerk sollte auf neue Weise sichtbar gemacht werden. Die entstandenen Kunstwerke wurden zunächst zentral in Stuttgart und der Gedenkstätte Natzweiler ausgestellt, danach wandern sie in deutsche und französische Gedenkstätten der Außenlager. 
Parallel zur Entstehung der großformatigen Bilder lief ein pädagogisches Projekt. Die Künstler besuchten zusammen mit Schülerinnen die Gedenkstätten und leiten gemeinsam mit den Kunstlehrern die Schüler zu kreativen Arbeiten an. Dieses Projekt stand unter dem Motto "WAS BLEIBT?" 
Unterstützt wurde das Ganze von zahlreichen Partnern auf beiden Seiten des Rheines, darunter dem Eurodistrict Strasbourg und dem Förderprogramm Interreg, dem Landesdenkmalamt, der Baden Württemberg Stiftung sowie die Direction Régionale des Affaires Culturelles Bas-Rhin.
Dass dabei überraschende, spannende und zur Diskussion herausfordernde Werke entstanden sind, davon können sich die BesucherInnen am 23. September überzeugen – und erfahren, was hinter dem Quadratmeter-Format der jungen KünstlerInnen steckt …
Ein kleiner Flohmarkt mit Büchern und Erinnerungsstücken sowie Bewirtung mit Kaffee und Kuchen runden das Angebot ab.