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Doppelte Kunstausstellung in der Volksbank Osterburken

Freitag, 05. April 2019

12:30 - (Eröffnung) bis Freitag 12. Mai 2019 - Volksbank Kirnau Osterburken

Gemälde von Susanna Werner

Im März 2018 nahm die damalige Klasse 10 d des Ganztagsgymnasiums Osterburken am grenzüberschreitenden Kunstprojekt "Fraternité - Brüderlichkeit" teil.  Unter dem Motto "Was bleibt?!" malten die Jugendlichen das, was ihnen nach einem intensiven Besuch der KZ-Gedenkstätte Neckarelz im Kopf und im Herzen geblieben war.
Im "erwachsenen Teil" des Projekts schufen französische und deutsche Künstlerinnen in gemischten Duos großformatige Kunstwerke, die sich sehr frei mit dem Thema der "Brüderlichkeit" auseinandersetzten. Dieselben Künstler engagierten dann auch in den Schulprojekten.
In Osterburken wird das große Gemälde von Bernard Latuner und Harald Gruber im öffentlichen Raum zwischen Volksbank und Römermuseum ausgestellt, die Werke der jugendlichen Künstlerinnen werden im Inneren der Volksbank präsentiert und sind zu den Öffnungszeiten zugänglich.  

Ehemalige Gestapo-Zentrale und Rüstungsfabrik im Autobahntunnel

Sonntag, 05. Mai 2019

07:30 - Treffpunkt zur ganztägigen Exkursion im Schulhof der Clemens-Brentano-Grundschule

Eingang zur KZ-Gedenkstätte Leonberg im alten Engelberg-Tunnel Foto: Benjamin Marquart

Die diesjährige Exkursion des Vereins KZ-Gedenkstätte führt zu einem Täterort und einer Opfergedenkstätte im Raum Stuttgart.

Vor wenigen Monaten neu eröffnet wurde die Gedenkstätte in der früheren Gestapo-Zentrale im Stuttgarter Stadtzentrum, dem sogenannten "Hotel Silber". Dieser Ort steht für vielfältige Repression: Verfolgung von Nazi-Gegnern, Erfassung von jüdischen Bürgern, Jagd auf Unangepasste und Homosexuelle. Die Besonderheit des Gedenkortes: es werden gewisse Kontinuitäten der Verfolgung von der Republik in die Diktatur und zurück nachgezeichnet - ein Ort, der buchstäblich zeigt, dass Vergangenheit nicht einfach vergeht.

Die KZ-Gedenkstätte Leonberg wurde am authentischen Ort der Sklavenarbeit von tausenden KZ-Häftlingen eingerichtet, nämlich im alten Engelbergtunnel. Hier, in der "bombensicheren" Fabrik mussten die Menschen, die aus vielen Ländern Europas kamen,  Flugzeugteile für die Firma Messerschmitt fertigen.

Neben der Besichtigung steht ein Blick hinter die Kulissen im Gespräch mit den Ehrenamtlichen der Gedenkstätte.

Anmeldungen zur ganztägigen Exkursion ab sofort per eMail: vorstand(at)kz-denk-neckarel.de.

Das genaue Programm finden Sie hier.

Kriegsende 1945 in Osterburken: Truppen, Kämpfe, KZ-Krankenzug

Donnerstag, 09. Mai 2019

18:30 - Volksbank Kirnau

Der verlassene Krankenzug bei Osterburken. Foto: NARA_111_SC_Box 62_203_531

In den ersten Apriltagen des Jahres 1945 wurde Osterburken für kurze Zeit zur Frontstadt:  im Bauland   versuchten deutsche Truppenverbände, den Vormarsch der Alliierten nach Osten aufzuhalten.

Der Bahnhof in Osterburken lag unter Beschuss, Teile der Bahnstrecke waren zerstört.  Deshalb setzte ein Zug mit über 800 kranken KZ-Häftlingen  aus den Neckarlagern, der in Richtung KZ Dachau unterwegs war,  in einen Geländeeinschnitt zwischen Osterburken und Adelsheim zurück. Der Zug blieb dort zwischen den Fronten stehen;  erst am 4. April konnten die Häftlinge befreit werden.

Dr. Jörg Scheuerbrandt hat zu diesem Geschehen, das durch Zeitzeugenberichte gut belegt ist, neue Quellen ausgewertet. Seine Forschungen bei US-Militärarchiven zeigen, dass die amerikanischen Verbände ihre strategischen Pläne änderten, um den Krankenzug nicht zu gefährden. Scheuerbrandt wird in einer animierten Präsentation die Truppenbewegungen dieser dramatischen Tage des Kriegsendes vor Augen führen.

Sein Vortrag am 9. Mai um 1830 bildet die Finissage zur Schüler-Kunstausstellung „Was bleibt?“ in der Volksbank Kirnau, zu ihm laden die Volksbank und der Verein KZ-Gedenkstätte ein.

Umstrittene Geschichte(n)

Freitag, 17. Mai 2019

18:00 - Dorfmuseum Wagenschwend - Veranstalter: Verband der Odenwälder Museen

Plakat des Internationalen Museumstages 2017

Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Workshop "Umstrittene Geschichte(n)", der am 21. Mai 2017, dem damaligen Internationalen Museumstag, in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz stattfand, wird nun der dazugehörige Tagungsband vorgestellt. Er enthält Geschichten und Berichte über Ereignisse, die an unterschiedlichen Orten im Neckar-Odenwald-Kreis stattgefunden haben. Ihnen allen ist gemeinsam, dass man lange Zeit nicht gerne über sie sprach, dass sie verdrängt, verschwiegen oder sonstwie unter dem Deckel gehalten wurden. Die meisten, aber nicht alle haben etwas mit der NS-Zeit zu tun.Es geht um den Tod von vier Menschen bei einer Schießerei im Gasthaus "Linde" in Wagenschwend, um die heimliche Liebe des Merchingers Karl Hambrecht zu Eva Lux, einer unentdeckt im Dorf lebenden Jüdin, um Leiden eines Jungen bei der Kinderlandverschickung, um die mühsame "Hamburger Erinnerung" an den norwegischen HSV-Fußballstar Asbjörn Halvorsen, 1944 KZ-Häftling in Neckarelz - und noch um vieles mehr.Das Buch wird vom Verband der Odenwälder Museen in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neckarelz herausgegeben und ist dem langjährigen Leiter des Museumsverbandes, Dr. Thomas Naumann, zugeeignet.